Zecken


    Zecken – bekämpfen soll man sie! Aber man sollte dabei die eigene Gesundheit nicht ganz vergessen.

    Die etwa 2-3 mm großen, hellbraunen Spinnentiere befallen vor allem in den wärmeren Jahreszeiten alle unsere Haustiere und auch Menschen. Sie sitzen in niedrigen Sträuchern und im Gras. Sie registrieren Erschütterung und Wärme und klettern dann blitzschnell auf jedes warmblütige Wesen, das diese Pflanzen streift. Viel seltener lassen sie sich von Bäumen herunter fallen. Nur wenn sie Blut gesaugt haben, können sie sich fortpflanzen. Sie werden dann eher grau und erbsengroß.

    Schaden Zecken einem Tier oder einem Menschen?
    Die einzelne Zecke saugt lediglich einen großen Tropfen Blut, ein Verlust, der den unfreiwilligen Spender nicht sehr belastet. Zecken haben einen aehnlichen Trick, wie Mücken, um schnell an eine Blutmahlzeit zu kommen: sie "spucken" ein Sekret in die Wunde, die das Blut am gerinnen hindert und es so besser aufsaugbar macht. Deshalb bleibt, da der Koerper auf so einen Giftangriff reagiert, eine kleine juckende Quaddel zurück, die manchmal sogar zur lebenslang fühlbaren knotigen Narbe oder zum Grützbeutel werden kann. Keine Sorge, das ist nicht weiter schlimm! Sitzen aber sehr viele "Vampire" auf einem Tier, kann der Blutverlust dieses schwächen und ernsthafte Erkrankungen sind oft die Folge.


    Wichtiger aber sind die Krankheiten, die beim Stich einer Zecke mit deren Speichel übertragen werden können. Die tückische Gehirnhautentzündung, die "Frühsommer - Meningoenzephalitis (FSME)" wird im Norden Deutschlands bisher nicht übertragen. In Baden - Württemberg, Bayern, bestimmten Gegenden Österreichs, Tschechiens, Ungarns und auch Polens sind jedoch bis zu 50% der Zecken mit diesem Virus behaftet. Dort (und nur dort) ist äußerste Vorsicht geboten, wenn man dorthin in Urlaub fährt und seinen Hund mitnimmt ! Bitte denken Sie bei Ihrer Urlaubsplanung dann auch an den eigenen Impfschutz und sprechen Sie mit Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt! Bei Hunden ist die Krankheit bisher erst wenige Male wirklich ausgebrochen, sie hat ähnliche Symptome wie eine Vergiftung. Die Tiere speicheln stark, haben Krampfanfälle und erbrechen sich. Eine wirkungsvolle Therapie gibt es nicht, bei einigen Tieren und auch bei Menschen heilt die Infektion aber auch wieder aus.

    Die zweite, von Zecken übertragene Krankheit, die "Lyme - Borreliose" , wird von Bakterien verursacht, die auch bei etwa 10% der norddeutschen Zecken vorkommen. Die Folgen der Infektion können entweder sofort, oder aber erst bis zu einem halben Jahr nach dem Zeckenbiss auftreten. Typische Krankheitserscheinungen bei Lyme - Borreliose sind große, stark gerötete Hautbezirke oder Gelenksschwellungen. Gelegentlich findet man auch Herzschädigungen. Da die Krankheit nicht von Viren, sondern von Bakterien verursacht wird, helfen hier bestimmte Antibiotika.

    In der genauen Diagnostik aber stellen sich einige Probleme:
    Viele Hunde sind schon mal von einer borrelientragenden Zecke gebissen worden, haben Antikörper entwickelt und deshalb keine Borreliose bekommen. Sie sind also einfach immun, ganz wie nach einer Impfung oder nach einer anderen, bereits überstandenen Krankheit. Sollten sie aber nun lahmen oder gerötete Hautbezirke aufweisen, ist, weil es ein wenig „in Mode“ gekommen ist, oft auch gleich eine Blutuntersuchung fällig. Erbringt diese dann einen positiven Titer, werden natürlich gleich die Borrelien als Ursache gebrandmarkt. Nur: So sicher, wie es das Laborblatt glauben macht, sind die Borrelien leider nur in den seltensten Fällen die wirkliche Krankheitsursache. Ein positiver Titer im Blut sagt genau so wenig aus wie ein negativer, denn die Erreger erzeugen Titer erst nach einer gewissen Zeit. Für den eindeutigen Nachweis, dass nur diese Erreger z.B. eine Gelenksentzündung bewirkt haben, benötigt man den Nachweis von Antigen in der Gelenksflüssigkeit.

    Und:
    Ein Hund, der überhaupt keine Krankheitssymptome zeigt, kann zwar, weil er mal von einer infizierten Zecke gebissen wurde, einen positiven Borreliosetiter haben, eine „Borreliose“ hat er aber noch lange nicht! Und solch ein Hund muss auch sicherlich nicht mit Antibiotika behandelt werden.

    Wie kann man vorbeugen?
    Jede Zecke, die Sie finden, sollte schnellstmöglich und vollständig entfernt werden. Dabei ist es wichtig, dass so wenig Speichel wie möglich von der Zecke abgegeben wird - d.h.: Je mehr eine Zecke beim Entfernen "geärgert" wird, desto mehr "spuckt" sie noch mal schnell ins Blut. Deshalb soll man auf gar keinen Fall egal was auch immer ( also keinen Alkohol, Öl, Klebstoff oder Ähnliches ) vor dem Entfernen auf den Blutsauger geben!!! Mit geschickten Fingern kann man die kleinen Biester zwar kurz und schnell aus der Haut ziehen. Aber: Da auch Sie selbst sich mit den beschriebenen Krankheiten anstecken könnten, sollten Sie diese "einfache" Methode nur noch im Notfall anwenden. Besser, und schonender für die eigene Gesundheit, hilft entweder eine Zeckenzange (geht aber nur bei schon größeren Zecken) oder ein Zeckenhaken ( gibt's in Tierarztpraxen), der auch kleinste Zecken problemlos und vollständig herauszieht. Ihre Tierärztin zeigt Ihnen gern, wie das geht!


    Um noch mit zwei weiteren Vorurteilen aufzuräumen: Zecken können, ebenso wenig, wie alle anderen Lebewesen, aus einem abgetrennten Kopf neu entstehen. Deshalb verfährt der Körper mit zurückgebliebenen Zeckenteilen, wie er es mit jedem anderen Fremdkörper auch tut, er lässt ihn heraus"eitern" (wie einen Holzsplitter etwa).
    Und:
    Zecken, haben, auch wenn es in vielen Laienbüchern immer noch der Eine vom Anderen falsch abschreibt, KEIN Gewinde, wohl aber Widerhaken an ihrem Saugrüsse! Man muss sie also nicht drehen, in welche Richtung auch immer! Man zieht sie einfach aus der Haut, wie einen Angelhaken!
    Die entfernten Zecken sollten nicht einfach weggeworfen, sondern immer getötet werden, sonst vermehren sie sich ja weiter. Hier haben sich das Ertränken in einem Schraubglas mit Alkohol oder das Anzünden der Zecke gut bewährt.

    Wasser (Spülstein oder Toilette) und den Mülleimer überleben Zecken unbeschadet. Wenn Sie die Zecken entfernen, koennen Sie aber eine Infektion der Bisswunde weitgehend dadurch verhindern, dass Sie eine jodhaltige oder eine antibiotikumhaltige Wundsalbe (fragen Sie in Ihrer Tierarztpraxis danach - man braucht so etwas ja auch für alle anderen Arten von Wunden als Erste Hilfe) auf die frische Stelle tupfen.

    Gegen Zecken kann man nicht impfen. Geimpft werden kann bei Menschen lediglich gegen die von Zecken übertragene FSME (s.o.), eine Impfung die aber nur dann nötig ist wenn man in einer gefährdeten Gegend (s.o.) Urlaub macht.
    Für Hunde gibt es einen Impfstoff, gegen die Lyme-Borreliose. Er enthält allerdings nur die amerikanischen Erreger, nicht die, die bei uns in Europa vorkommen. Die Herstellerfirma behauptet, dass der Impfstoff trotzdem einen ausreichenden Schutz gegen Borrelien bietet. Eine Meinung, die nicht alle Tierärzte und nicht alle Wissenschaftler teilen. Vor einer Impfung sollte man aber ruhig testen, ob der symptomfreie, daher auch nicht borreliosekranke Hund schon einen Titer aufweist. Denn dann hätte er ja schon eine natürliche Immunität, und eine Impfung wäre gänzlich überflüssig...

    Geimpft wird möglichst in der kalten Jahreszeit (d.h. November bis Anfang März), da dann mit einer geringeren Zeckenaktivität auch weniger Borreliosegefahr besteht.

    Bestimmte Gerüche halten, obwohl die Tiere eigentlich nicht riechen können, manche Zecken trotzdem davon ab, überhaupt erst auf Ihr Tier zu klettern (Warum auch immer???). Empfohlen werden das Einreiben der Pfoten und des Bauches mit verdünntem Lavendel -, Zitronellen - oder Teebaumöl, versuchen Sie ruhig mal, ob Ihr Tier den Zusatzgeruch toleriert und ob die Zecken in Ihrer Gegend diese Aromaöle auch " nicht riechen" mögen! Setzen Sie aromatische Öle aber nicht bei Katzen ein, denn diese verstoffwechseln sie anders, als andere Lebewesen. Und bitte denken Sie daran, dass besonders Teebaumöl für Katzen extrem GIFTIG ist!

    Auch die Verfütterung von täglich einer (echten!) Knoblauchzehe kann den Zeckenbefall manchmal stark reduzieren. In Kauf nehmen müssen Sie aber dann den Knoblauchgeruch, der aus allen Poren Ihres Hundes/Ihrer Katze strömt. Und bei manchen Tieren folgt der knoblauchbedingte Durchfall auf dem Fuße. Merke: "Natürlich" ist nicht immer gleichbedeutend mit "gesund"! Knoblauchtabletten haben (zumindestens in meiner Klientel) keine Wirkung, wohl deshalb, weil sie ja keinen abschreckenden Geruch aus der Haut hinterlassen.

    Bei einem Befall von mehr als fünf Zecken pro Woche oder bei einem geplanten Urlaub in einer "gefährlichen" Gegend sollten Sie Ihr Tier vielleicht besser doch durch zusätzliche, chemische Mittel schützen.

    Sie lassen sich einteilen in vier Kategorien:

      1. Die frei im Supermarkt und in Zoohandlungen verkauften, vermeintlich billigen, sogenannten Zeckenhalsbänder, die Zecken durch Geruch vertreiben (sollen), es aber meistens nicht tun. Solche Bänder könne Sie ruhigen Gewissens in den normalen Hausmüll werfen, denn sie sind so unwirksam und ungiftig, dass sie eben auch keine Zecken vertreiben. Lassen Sie sie im Regal liegen und geben Sie lieber Ihr Geld für sinnvollere Dinge, z.B. wirksame Flohmedikamente, aus!

      2. Zeckenhalsbänder aus der Tierarztpraxis, die zeckenabwehrende, verschreibungspflichtige Substanzen enthalten. Sie wehren alle die Zecken ab, die gegen diese Mittel noch nicht "resistent" sind. Die Trägersubstanzen in diesen Bändern sind so beschaffen, dass diese beim Anfassen oder Streicheln des Tieres für normal gesunde Kinder nicht gefährlich sind. Solch ein Band können Sie einsetzen, wenn Sie mehr als drei Zecken pro Tag finden, ansonsten reicht es völlig, die Biester einfach zu entfernen!

      3. Spezielle, ebenfalls verschreibungspflichtige Floh – Zecken Sprays , mit denen der gesamte Hund bzw. die gesamte Katze eingesprüht wird. Das Mittel darf nur mit behandschuhten Händen gesprüht werden und braucht einige Stunden, bis es getrocknet ist. In dieser Zeit darf das Tier sein Fell nicht lecken und es darf auch nicht gestreichelt werden. In Haushalten mit Kindern ist die Anwendung daher nur in Ausnahmefällen (d.h. bei einem Befall von 5 und mehr Zecken pro Tag) zu empfehlen. Es gibt dieses Mittel auch als Tropfen, die in das Fell geträufelt werden. Sie sind bitte nicht zu verwechseln mit den

      4. Zeckentropfen nur für Hunde, die die Inhaltsstoffe "Permethrin", "Pyrethroide" oder "Chrysanthemenwirkstoffe" enthalten. Sie töten zwar sehr viele Zecken ab, sind aber trotzalledem ein Nervengift, das die Insekten, aber eben auch alle Arten von Nerven (nämlich vielleicht auch Ihre!) angreift. Für Katzen sind diese Mittel tödlich, also bitte niemals einen Rest auf einer Katze "zweckentfremden"! In meiner eigenen Praxis werden diese Wirkstoffe, wenngleich zwar gegen Zecken gut wirksam, nicht eingesetzt. Warum?


    Es geht mir dabei vor allem um Ihre eigene Gesundheit und um die Ihrer Familie!
    Permethrine oder Pyrethroide (das sind die Wirkstoffe in den besagten Tropfen) sind Anti- Parasiten – Gifte, die Nervenschäden aller Art verursachen können. Diese Nervenschäden sind für Zecken tödlich, die Gifte unterscheiden aber nicht zwischen menschlichen und tierischen Nerven. Pyrethroide werden deshalb verantwortlich gemacht als eine der Ursachen für z.B. die Parkinson'sche Krankheit oder für das „Multiple Chemical Sensitivity“ Syndrom (MCS = vielfache Chemikalienüberempfindlichkeit), das vor allem in den USA als umweltmedizinisches Krankheitsbild ausführlich beschrieben ist.

    Die als „harmlose Tropfen gegen Zecken“ verwendeten, synthetisch hergestellten Pyrethroide ähneln dem in Chrysanthemen vorkommenden Pyrethrum. Sie sind aber ungleich viel giftiger, wirksamer und langlebiger. Nach ihren Halbwertzeiten wird in Kurz- und Langzeitpyrethroide unterschieden. Letztere sind gesundheitlich kritischer zu bewerten, weil ihre Rückstände nach Aussage des Bundesministeriums für Gesundheit und Verbraucherschutz (bgvv) in Innenräumen gesundheitliche Probleme verursachen können.

    Für die menschliche Gesundheit gibt es Richtwerte:
    1 - 3 Milligramm (tausendstel Gramm) Permethrin pro Kilogramm Hausstaub sind unbedenklich 30 Milligramm Permethrin pro Kilogramm Hausstaub sind mittelmäßig belastend und mehr als 100 Milligramm Permethrin pro Kilogramm Hausstaub gelten als äußerst bedenklich und hoch belastend (Quelle z.B.: www.baubiologie-jaletzke.de/pyrethroide.htm). Die Dosis für einen mittelgroßen Hund (so groß wie ein Cocker Spaniel) beträgt 1500 Milligramm Wirkstoff , die, damit eine ausreichende Wirkung gegen Zeckenbefall besteht, alle 4 Wochen erneut aufgetragen werden. Da der Hund bei seiner ganz natürlichen Hauterneuerung immer wieder Hautschuppen verliert, sinkt mit diesen Hautbestandteilen auch das eingelagerte Gift auf den Boden.

    Angenommen, Ihr Hund verliert nur die Hälfte seiner Hautschuppen draußen, die andere aber in Ihrer Wohnung, dann haben Sie pro Monat insgesamt etwa 750 Milligramm Permethrin in der Wohnung. Bei nur einem einzigen Hund!! Das heißt aber auch, dass eben pro Tag 25 mg Permethrin in Ihre Wohnung rieseln (750:30 Tage =25), in 4 Tagen wären dies also schon die für Ihre eigene Gesundheit als bedenklich geltenden 100 Milligramm giftiges Permethrin im Haus. Und die erreichen Sie schon ganz allein durch die zweifelhafte Langzeitbehandlung gegen Zecken auf einem einzigen, mittelgroßen Hund.

    Ein größerer Hund, z.B. ein Golden Retriever, beschert Ihnen diese hochgefährliche Dosis schon nach zwei Tagen. Und dabei haben Sie alle anderen möglichen Belastungen durch Teppich - Konservierungsmittel, Pflanzenspray, Ameisenmittel, Insektenkiller etc. noch gar nicht berücksichtigt!

    Natürlich saugen Sie regelmäßig Ihre Wohnung, so dass ein Teil der Hautschuppen Ihres Hundes im Staubsaugerbeutel verschwindet. Aber sie erreichen nicht alle Schuppen. Da sich Gifte im Teppich ansammeln, steigt die Konzentration außerdem mit jeder erneuten, so einfach erscheinenden Behandlung Ihres Hundes stetig an. Übrigens: Schon extrem geringe Mengen Permethrin reichen aus, um eine Katze zu töten. Wenn Sie also auch noch Katzen haben, bringen Sie diese vielleicht einfach durch die Ablagerungen in Ihrer Wohnung um, nur damit Ihr Hund ein paar Zecken weniger hat.

    Das alles möchte ICH nicht verantworten und deshalb verkaufe ich diese Art Medikamente in meiner Praxis nicht!

    Trotzdem aber gilt:
    Diese Medikamente sind normale, ordnungsgemäß zugelassene Arzneimittel, die jede Tierarztpraxis, die die Verordnung verantworten möchte, auch verkaufen darf. Sie allein entscheiden, was Ihnen für Ihr Tier und für Ihre eigene Gesundheit wichtiger ist, Gift in der Wohnung oder ein paar Zecken auf Ihrem Hund.

    Übrigens:
    Hier noch eine Überlegung, falls Sie immer noch nicht überzeugt sind, dass es gesünder ist, gelegentlich ein paar Zecken von Ihrem Hund zu entfernen und sich dafür besser nicht der Vergiftungsgefahr auszusetzen.
    Die Aufnahme von Pyrethroiden in den menschlichen Körper erfolgt vor allem über die Einatmung von Feinstaub, z.B. dann, wenn Sie mit Ihrem Hund spielen. Können Sie immer die Luft anhalten, wenn Sie oder Ihre Familie mit Ihrem Hund schmusen?

    Zum Nachweis, ob auch Sie vielleicht schon vergiftet sind, empfiehlt sich zunächst eine Staubprobenahme. Hierzu wird über einen Zeitraum von 14 Tagen Staub gesammelt und im Labor untersucht. Pyrethroide lassen sich auch im Material nachweisen. Beispielsweise benötigt man für eine Teppichuntersuchung ein 5 x 5 cm großes Stück oder eine Hand voll Fasern. Wie stark Ihre Wohnung oder Sie mit Pyrethroiden belastet sind, das erfahren Sie durch eine Staub- oder Blutanalyse (Quellen z.B.: http://www.baubiologie-jaletzke.de/pyrethroide.htm oder die Seite der Holzschutzmittelgeschädigten (denn auch diese Mittel enthalten Pyrethroide) http://www.ihgev.de/ ). Weitere Informationen erhalten Sie auch bei der Interessensgemeinschaft der Pyrethroidgeschädigten (IPG), Unterstaat 14, 51766 Engelskirchen, Tel. 02263/3786.

    Welche Alternativen zur Begrenzung des Zeckenbefalls und der Gefahr durch zeckengebundene Krankheiten haben Sie also?
    Entfernen Sie die Zecken ganz einfach mit einem Zeckenhaken (gibt es in Tierarztpraxen) oder einer Zeckenzange. Ein sehr geringes Restrisiko für Ihr Tier, an einer Borreliose oder einer Zeckenallergie zu erkranken, nehmen Sie damit in Kauf - aber (s.o.) so riesig groß ist dieses Risiko ja nicht!

    Auch die Behandlung mit bestimmten Geruchsstoffen (Vorsicht, auch von denen sind einige giftig!!) ist manchmal möglich, wir beraten Sie.

    Für schwere Fälle mit mehr als fünf festgesaugten Zecken pro Tag gibt es ein Spray, das ebenfalls ein, wenn auch anderes, Nervengift enthält. Dieses ist aber deutlich geringer konzentriert und deshalb, bei richtiger Anwendung, weniger schädlich, als die permethrinhaltigen Tropfen.

    Wenn Sie doch lieber möglichst jedes Risiko für Ihr Tier ausschließen möchten, halten wir, je nach Befall und Gegend, in der Sie wohnen bzw. in die Sie fahren, verschiedene Halsbänder mit unterschiedlichen Wirkstoffen für Sie vorrätig, wir beraten Sie gern im Einzelfall.
    In einigen dieser Halsbänder sind allerdings tatsächlich auch Pyrethroide enthalten, allerdings in verkapselter Form. Bei einem kurzzeitigen Einsatz z.B. im Sommer oder im Urlaub sollten Sie also täglich Staub saugen und die Nase nicht zu tief in das Fell Ihres Hundes stecken, damit die Belastung in erträglichen Grenzen bleibt.


    © 2005
    mit freundlicher Genehmigung der Kollegin
    Dr. med. vet. Petra Sindern, Neu Wulmstorf